Stadtrundgang durch Dresden

Beeindruckende Gebäude, faszinierender Gesang und ein ausgiebiger Spaziergang am Ufer der Elbe - Dresden bietet ein zahlreiches Angebot an Sehenswürdigkeiten und schönen Plätzen zum Entspannen. Lassen Sie sich von der Dresdner Geschichte verzaubern und erleben Sie mit uns die Orte der Stadt, die Sie bei einem Besuch unbedingt gesehen haben müssen.

Herzlich willkommen zu unserem Stadtrundgang durch Dresden!

Tipp: Am Ende finden Sie eine leckere Dresdner Spezialität zum Nachbacken. 

1. Halt: Frauenkirche

Zu Beginn unseres Stadtrundgangs machen wir an der Frauenkirche halt. Die Frauenkirche wurde erstmals im 11. Jahrhundert erwähnt, wobei sie erst im 12. Jahrhundert erbaut wurde. Damals handelte es sich um eine dreischiffige Basilika, allerdings verfiel diese im Laufe der Jahre. Im Jahr 1726 wurde der Grundstein für die uns bekannte Kirche im Auftrag von Georg Bähr gelegt. Nach einer Bauzeit von rund 19 Jahren war das mächtige Gebäude vollendet.

Im Siebenjährigen Krieg erlitt die Kirche schwere Treffer, welche erst 1765 instand gesetzt werden konnten. Auch im Zweiten Weltkrieg blieb die Frauenkirche in Dresden nicht verschont. Durch die große Hitzeentwicklung der Bombenangriffe brannte die Kirche komplett nieder und stürzte anschließend ein. Der Wiederaufbau begann erst 1994 und konnte nach 10 Jahren fertig gestellt werden. Seitdem können Besucher sie in ihrer vollkommenen Pracht erleben.

2. Halt Residenzschloss

Die Ursprünge des Residenzschlosses lagen in einer Burganlage, welche Castrum genannt und 1289 erstmal urkundlich erwähnt wurde. Im Laufe der Jahrhunderte erhielt das Residenzschloss nach und nach seine markanten Merkmale wie den Hausmannsturm, die bekannte Vierflügelanlage und auch die Sgraffito-Fassade. 1701 verursachte ein Brand große Zerstörungen, die erst nach 18 Jahren wieder behoben werden konnten.  

Eine Besonderheit: Der erste Blitzableiter Dresdens wurde ca. 1770 am Schlossturm errichtet, um die Stadt zu schützen. Wie auch die Frauenkirche litt das Residenzschloss unter dem Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg. Die Restauration dauerte hier bis 2013 an.

Sie haben hier ein wenig Zeit zum Erkunden. Möchten Sie eines der Museen im Inneren des Schlosses oder lieber den Weitblick über die Stadt genießen? Steigen Sie auf den 100 Meter hohen Hausmannsturm und lassen Sie Ihren Blick schweifen.

Werfen Sie einen Blick in das Residenzschloss:

3. Halt: Zwinger

Weiter geht es zum Dresdner Zwinger. Dies hört sich im ersten Moment eher nach eingesperrtem Hund an. Allerdings wird als „Zwinger“ das Festungsgelände zwischen den Stadtmauern bezeichnet, welches mit vielen Gräben durchzogen ist.

Kurfürst Friedrich August I. (August der Starke) beauftragte 1709 eine Umgestaltung des Vorhofs seines Schlosses. Seine Wünsche waren den Platz in einen wunderschönen Garten, Ort für ausgiebige Hoffeste und eine Orangerie für besonderen Pflanzenanbau zu verwandeln. Die Anlage war im Jahre 1728 vollständig errichtet. Aber auch hier gab es im Laufe der Jahre einige Beschädigungen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Zwinger zügig repariert und konnte 1952 wiedereröffnet werden. Heute finden Sie verschiedene Ausstellungen in den Gebäuden oder können an einem der Brunnen das gute Wetter genießen.

4. Halt: Semperoper Dresden

Das bekannteste Opernhaus Deutschlands steht am Theaterplatz in Dresden. Die Semperoper verzeichnet ihren Baubeginn im Jahre 1838 und konnte bereits 1841 fertiggestellt und eröffnet werden. Ein großer Brand im Jahre 1869 zerstörte das Gebäude komplett. Immerhin musste der Spielbetrieb nur 10 Wochen pausieren, da eine improvisierte „Bretterbude“ für das Theater errichtet wurde. Nach etwa 10 Jahren wurde das alte Gebäude durch ein zweites, neues Theater an dieser Stelle ersetzt, welches im Zweiten Weltkrieg abermals in Trümmern lag.

Nach genau 40 Jahren nach der Zerstörung könnte am 13. Februar 1985 die Semperoper wiederaufgebaut eröffnet werden. In diesem Wiederaufbau wurde die Chance genutzt, der Zuschauerraum und die Bühne erweitert. Zudem befindet sich in einem Neubau eine Probebühne sowie die Verwaltung des Opernhauses.

Werfen Sie einen Blick in das Innere der Semperoper:

5. Halt: Katholische Hofkirche

Als nächsten kommen Sie an der Katholischen Hofkirche vorbei. Diese wurde von 1739 bis 1755 aufgrund des Kurfürsten Friedrich August II. erbaut. Er beauftragte eine Hofkirche direkt neben seines Residenzschlosses.

Der Kirchturm wurde im 19. Jahrhundert vollständig erneuert, da sich der Sandstein durch die Witterung langsam auflöste und in mehr oder weniger große Bruchstücke auf den Schlossplatz bröckelte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg mussten die Dresdner auch an der Katholischen Hofkirche mit den Reparaturen wieder beginnen. Mitte der 1960er Jahre waren alle Arbeiten abgeschlossen. Die Kirche bekam anschließend einen neuen Namen und wird seitdem als Kathedrale Sanctissimae Trinitatis bezeichnet.

6. Halt: Augustusbrücke

Abschließend machen wir halt an der Augustusbrücke. Diese wurde bereits 1070 das erste Mal erwähnt. Hierbei handelte es sich allerdings noch um eine Holzbrücke, die die Elbe überquerte. Erst 1727 ließ August der Starke die steinerne Brücke erbauen, die etwa 420 Meter lang war. Allerdings beauftragte der Kurfürst im Befreiungskrieg gegen Napoleon, dass die frisch gebaute Brücke gesprengt wird. Im 20. Jahrhundert wurde offensichtlich, dass die alte Brücke für den Verkehr nicht mehr ausreicht, sodass 1907 der Abriss folgte und unter dem König Friedrich August III. ersetzt wurde. Im Zweiten Weltkrieg wurde auch diese Brücke beschädigt. Doch der Aufbau dauerte nur rund 4 Jahre.

Überqueren Sie die Elbe und genießen Sie auf dem Weg die Kunstwerke an der Brücke. Wie wäre es den Tag bei einem Spaziergang am Elbufer ausklingen zu lassen?

 

Finden Sie hier eine Stadtkarte mit den beschriebenen Sehenswürdigkeiten:

Ein Stück Dresden für Zuhause

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Wir wünschen guten Appetit und einen schönen Rundgang durch Dresden!