Osterbräuche

Ostern einmal anders erleben

Schöne Osternester bauen, bunt gefärbte Eier verstecken und ein leckeres Osterlamm verspeisen – so kennen Sie Ostern. Doch wie feiern Menschen Ihrer beliebtesten Reiseziele an diesen Feiertagen? Was haben beispielsweise Purzelbäume, Weidenkätzchen oder Wasserpistolen mit dem österlichen Fest zu tun? Wir haben für Sie spezielle Bräuche und Geschichten rund um das Thema Ostern gesammelt.

Hier finden Sie unsere Top 6 der Osterbräuche anderer Länder:

1. Feucht-fröhliches Ostern in Polen

Der Ostermontag gestaltet sich in Polen besonders feucht – selbst bei Sonnenschein. Am „Tag des Wassergießens“ treten die Menschen auf die Straße und bespritzen sich gegenseitig mit Wasserpistolen. Diese Tradition geht auf das Jahr 966 zurück, als der damalige Kaiser Mieszko I. getauft wurde. Da zu dieser Zeit der Glaube des Kaisers über den Glauben des Volkes entschieden hat, wird das Ritual der “Volkstaufe” noch heute durchgeführt. Im Mittelalter sollen sich zudem Männer frühmorgens in die Häuser ihrer Auserwählten geschlichen und diese mit einer Portion Wasser überrascht haben - ob dieser Brauch wohl auf Freude gestoßen ist?

2. Bulgarien liebt die Eierschlacht statt der Eiersuche

Im Gegensatz zu unserer Tradition Ostereier zu verstecken, veranstalten die Bulgaren nach der Ostermesse eine Ei-Schlacht. Dabei gehen Sie nicht zimperlich um. Als Ziele wählen Sie neben Kirchen- und Hauswänden auch mal eigene Familienmitglieder aus. Als Sieger wird derjenige gekürt, dessen Ei während der Schlacht nicht zerbricht. Dieser soll das Jahr über besonders erfolgreich sein. Ein zusätzlicher Brauch der Bulgaren ist wie bei uns das Eierfärben. Hierbei bekommt die Farbe rot eine wichtige Bedeutung, da sie das Blut Christi symbolisiert. Wenn die Großmutter den Enkeln mit einem roten Osterei über die Wange streicht, soll dies Stärke und Gesundheit mit sich bringen.

3. "Oarradeln" in Österreich

In Oberösterreich ist ein spezieller Brauch vertreten - das “Oarradeln”, also “Eierradeln”. Hierbei geht es darum, dass die Österreicher etwas besser auf ihr Hab und Gut achten sollen. In der Nacht von Ostersonntag auf Ostermontag wird gesammelt - keine Ostereier, wie man vermuten möchte. Nein, Ziel der Begierde sind Gegenstände, mit denen man einfach davon “radeln” kann. Steht ein Fahrrad oder eine Schubkarre frei im Hof herum, werden diese geschnappt und nach Belieben an einer anderen Stelle deponiert. Dabei kann es schon einmal vorkommen, dass man sein Rad im Dorfbach oder auch auf dem Garagendach wiederfindet.

4. Mit Feuerwerksraketen zum Osterfest in Griechenland

Besonders knallend begrüßen die Bewohner der griechischen Insel Chios die Auferstehung Jesu. In der Nacht zum Ostersonntag werden tausende Feuerwerksraketen abgeschossen. Sie zielen jeweils in die Richtung des Glockenturms der benachbarten Kirchengemeinde. Was heute gefährlich erscheint, findet seinen Ursprung in der Zeit der osmanischen Besatzung. Es wird erzählt, dass damals das Osterfest verboten wurde, womit sich die Gemeindemitglieder nicht zufrieden geben wollten. Kurzer Hand spielten sie einen Krieg zwischen den Kirchengemeinden vor. Dies verjagte die Osmanen letzten Endes und die Inselbesucher konnten ihr Osterfest wie gewohnt feiern.

5. Wales geht sportlich in den Tag

In Wales treffen sich die Menschen am Ostermontag bereits vor Sonnenaufgang, um gemeinsam auf den nächst gelegenen Hügel zu wandern und die Sonne zu begrüßen. Zur Freude über die Auferstehung Christi schlagen die sportlichen Waliser anschließend drei Purzelbäume. Woher diese Ritual stammt, ist leider unbekannt, aber vielleicht wollen sich die Waliser die Freunde aus Kindertagen an diesem freudigen Osterfest zurück holen.

6. Reisende Kirchenglocken in Frankreich

Auch bei uns wird es an den Kartagen still. In Frankreich verstummen die Kirchenglocken sogar von Gründonnerstag bis Karsamstag komplett. Dieses Ritual bekommt zudem eine besonders schöne Geschichte. Die Kinder werden mit dem Glauben groß, dass die Kirchenglocken in dieser Zeit auf Reisen gehen. Sie machen sich auf den Weg nach Rom, um sich vom Papst segnen zu lassen. Die Glocken schaffen es jedes Jahr wieder pünktlich zum Ostersonntag zurück und bringen eine Menge Süßigkeiten von ihrer Reise mit.

Haben Sie ebenfalls besondere Osterbräuche und wie gestalten Sie Ihre Feiertage? Teilen Sie gerne Ihre Geschichten und Bilder mit uns auf Facebook und verwenden Sie #osternzuhause #leitnerreisen.

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