Reisebericht: Ostseeträume

Sommer, Sonne, Sonnenstrahlen - Anfang August hieß es einmal wieder: Alle einsteigen, die Fahrt geht los! Im klimatisierten Bus war die Vorfreude groß. Das Ziel lag im Norden Deutschlands und verhieß traumhafte Urlaubstage. Auf der Reise “Ostseeträume” standen die schönsten Ziele an der Ostsee auf dem Programm. Angefangen bei der Hansestadt Wismar, über die Ostseeinsel Poel bis hin zum süßen Finale in der Marzipanstadt Lübeck hatten unsere Reisenden eine wunderbare Zeit in Norddeutschland. Unsere Mitarbeiterin Stefanie hat die Fahrt mit großer Freude begleitet und erzählt Ihnen nun die schönsten Momente. Kommen Sie mit und lassen Sie sich begeistern!

Tag 1

Früher als sonst klingelt der Wecker am Morgen, dennoch stehe ich voller Vorfreude auf. Heute beginnt unsere Fahrt zu den Ostseeträumen. Überpünktlich fahre ich nach Allersberg und freue mich, die ersten Gespräche mit den dort einsteigenden Leitner Gästen zu führen. Alle waren bereits mehrfach mit Leitner unterwegs und haben daher viele, interessante Geschichten über die bisherigen Bus-, Flug- und Schiffsreisen zu erzählen. In einem Punkt sind wir uns aber alle einig: wir freuen uns sehr auf die vor uns liegenden Tage!

Mit geringer Verzögerung steht auch schon der Leitner-Bus in neuem Design vor uns und die Fahrt beginnt bei strahlendem Sonnenschein. Bereits um 10 Uhr knacken wir die 30° Marke, sodass es nach unseren Pausen eine Wohltat ist, in den gut klimatisierten Bus zurückkehren zu dürfen.

Am fortgeschrittenen Nachmittag erreichen wir unseren Zwischenstopp in Wismar. Dort haben wir ca. 2 Stunden Zeit zur freien Verfügung, bevor wir ins 15 Minuten entfernte Hotel weiterfahren. Ich selbst nutze die Zeit, um mir einen ersten Eindruck von dieser schönen Hansestadt zu verschaffen. Am St.-Marien-Forum vorbei erreiche ich die St. Georgenkirche. Sie sollte die größte Backsteinkirche im Ostseeraum werden, wurde als solche aber nie vollendet und dient heute als Kulturkirche für Konzerte und andere Veranstaltungen. Mir bietet sie bei einer Auffahrt auf den Kirchturm einen wunderbaren Ausblick auf die Stadt. Doch als ich das Meer sehe, zieht es mich als Produktmanagerin für Kreuzfahrten sofort dorthin. Demnach ist mein nächster Stopp der Alte Hafen mit seinem maritimen Flair. Viel zu schnell trete ich durch das Wassertor und über den Marktplatz den Rückweg zum Bus an, aber es sollten nicht die einzigen Eindrücke von Wismar bleiben.

Im Hotel angekommen, beziehen wir unsere Zimmer. Ein Informationsblatt über die Hygienemaßnahmen haben wir ebenfalls erhalten. Allerdings kennen wir das Desinfektionsmittel, Abstand, und Co. Mittlerweile aus dem Alltag und von unserer Busfahrt – daher können wir alles gleich ohne Aufwand umsetzen.

Tag 2

Es ist Montag, aber ich bin top motiviert, denn heute habe ich eine Mission zu erfüllen. Als Erste erreiche ich den Leitner Bus und überrasche damit sogar unsere Busfahrerin Andrea. Sie hält gleich bildlich für die Nachwelt fest, dass ich an Tag 2 meine erste Reisebegleiter-Challenge abgeschlossen habe. Die Aufgabe war, dass ich vor allen anderen am Bus sein sollte.

Pünktlich um 08:45 Uhr starten wir nach Rostock, wo uns unsere Reiseleitung schon erwartet. Auch heute ist es wieder sehr heiß, sodass alle sehr froh sind, die spannenden Informationen größtenteils im Schatten aufnehmen zu können. Angefangen bei den Backstein-Plattenbauten in Wassernähe geht es über die Lange Straße zur Universität und entlang der Fußgängerzone Kröpeliner Straße zur St. Marien Kirche. Dort erklärt uns unsere Reiseleitung die Hauptfunktionen der ältesten, funktionierenden Astronomischen Uhr, eine umfangreiche Sonnenuhr. Wahnsinn, was schon im Mittelalter alles akkurat für die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ablesbar war und noch heute Gültigkeit hat! Um 12 Uhr haben wir dann auch die Gelegenheit, den Apostelumgang über der Astronomischen Uhr mitzuerleben.

Danach endet unsere Stadtführung und alle Leitner Gäste haben die Möglichkeit, die freie Zeit zu nutzen, um das Gesehene nochmals in eigenem Tempo oder neue Winkel zu erkunden. Mich zieht es natürlich wieder zum Wasser. Hier lassen sich die 35° C bei einem Eis am besten aushalten. Auch wenn die Hanse Sail dieses Jahr durch die Pandemie ausfallen musste, tummelt sich doch das ein oder andere Segelboot, das ich beim Flanieren entlang des Stadthafens bestaunen oder gar besichtigen kann.

Wieder zurück am Bus bin ich sehr beeindruckt. Einer der Gäste ist leidenschaftlicher Zeichner und hat während der Freizeit eine Skizze vom Rostocker Stadthafen angefertigt. Als wäre das nicht spektakulär genug, zeigt er seine bereits kolorierten Skizzen vergangener Leitner Reisen. Er war schon über 20 Mal mit Leitner unterwegs und hat überall die Orte in Zeichnungen zur Erinnerung festgehalten. Damit bestätigt sich für mich: die Leitner Gäste sind einfach die Besten!

Tag 3

Um 9 Uhr starten wir mit unserer Reiseleitung direkt von unserem Hotel in den Tag. Zur Freude und Überraschung aller legen wir am Vormittag einen weiteren Stopp in Wismar ein. Waren wir am Anreisetag etwas enttäuscht über die knappe Zeit, freuen wir uns heute umso mehr, außerplanmäßig doch noch einiges über diese Stadt zu erfahren, die seit 2002 aufgrund ihrer gut erhaltenen Altstadt zum Weltkulturerbe zählt. Mit viel Witz und hanseatischem Charme erfahren wir, dass in der Tittentasterstraße angeblich so wenig Platz war, dass die Fußgänger betasten mussten, der „Alte Schwede“ (ältestes Bürgerhaus Wismars) seinen Namen aus dem 19. Jahrhundert hat, wieso das Heilig-Geist-Hospital zum Spitznamen „Lügenkirche“ gekommen ist (dort wurde nämlich gelogen bis sich die Deckenbalken bogen) und, dass im Hafen zwei Schiffe der Global-Class mit bis zu 9.500 Passagieren gebaut werden.

Über das Industriegebiet Haffeld, wo einige weltweit bekannten Unternehmen der holzverarbeitenden Industrie angesiedelt sind, erreichen wir die von Flachwasser umgebene Insel Poel. Im Vorbeifahren können wir einen Blick auf das beeindruckende Reetdach des traditionsreichen Gasthofs Fünf Eulen werfen. Unser Ziel ist allerdings der Timmendorf-Strand (nicht der Nobelort TimmendorfER Strand bei Travemünde/Lübeck), einer von vier Stränden auf der Insel Poel. Hier haben wir Zeit zur freien Verfügung und die wird bei unserem wunderbaren Wetter natürlich auch am Strand genutzt. Abstand halten können wir dort super. Auch wenn die Außentemperatur wieder sommerlich heiß ist, liefert die Ostsee eine willkommene Abkühlung – und damit kann ich die zweite Reisebegleiter-Challenge „schwimme im Meer“ abhaken!

Tag 4

Unsere Reiseleitung, die wir schon vom Vortag kennengelernt haben, begleitet uns auch heute ab unserem Hotel zu den Ostseebädern. Erster Halt ist Bad Kühlungsborn. Hier erhalten wir von der 250 Meter ins Meer ragenden Seebrücke einen schönen Panoramablick über die drei Kilometer lange Sandstrandküste und schnuppern der kühlenden Meeresluft. Anschließend fahren wir mit der traditionellen Bäderschmalspurbahn „Molli“ mit Volldampf nach Bad Doberan.

Von dort nehmen wir Kurs auf mein Highlight unserer Tour: Warnemünde. Bei unserer Freizeit haben sehr schnell alle Leitner Gäste Ihre Richtung gefunden und eingeschlagen, den hier findet sich für jeden etwas: Kulinarisches genießen, flanieren am „Alten Strom“ oder entspannen am wunderbaren Sandstrand, während in der nicht zu weiten Ferne die Fährschiffe im „Neuen Strom“ ein- und ausfahren - einfach herrlich und daher gefühlt leider viel zu schnell vorbei.

Tag 5

Unser letzter Tagesausflug auf dieser Reise führt uns nach Lübeck, der Königin der Hanse. In der Stadt der sieben Türme erklärt uns unsere Reiseleitung, wie die Stadt zu diesem Beinamen kam. Wir erfahren, dass Lübecks bekanntestes Bauwerk, das Holstentor, beinahe abgerissen wurde. Doch in einer Abstimmung über die Zukunft des Denkmals konnte der Erhalt mit nur einer Stimme mehr gesichert werden. Daher ist das Holstentor noch heute in seiner leicht schiefen Pracht anzuschauen. Nach unserer Stadtführung verstehen wir sehr gut, wieso Lübeck auch „die Stadt der kurzen Wege“ heißt. Alles ist sehr gut fußläufig erreichbar.

Nach unserem „Landgang“ haben wir bei einer Schifffahrt um den Altstadtring noch die Gelegenheit, die Stadt vom Wasser aus zu erleben und weitere spannende Anekdoten z.B. zu „Schlüpferallee“ und Teufelsinsel zu erfahren. Die anschließende Freizeit hat vor allem ein Ziel: das Café Niederegger. Auch ich probiere hier eine der köstlichen Torten, decke mich mit reichlich Marzipan für Freunde und Kollegen ein und habe mit dieser lokalen Spezialität die dritte Reisebegleiter-Challenge absolviert, in der wir uns durch die “fremden” Köstlichkeiten probieren sollen.

Beim Abendessen haben wir noch einmal die Möglichkeit unsere Kraftreserven am Buffet aufzufüllen. Nebenbei lassen alle die Erlebnisse unserer Reise Revue passieren. Dann heißt es leider schon Koffer packen für die morgige Abfahrt.

Tag 6

Nach einem letzten ausgiebigen Frühstück starten wir pünktlich unsere Heimreise. Bevor die lange Autobahnfahrt in die Heimat auf uns wartet, legen wir noch einen Stopp in der Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns ein. Schwerin ist als einzige Landeshauptstadt keine Großstadt, aber allein das Schweriner Schloss, Sitz des Landtags, ist schon Rechtfertigung für einen Besuch genug. Auch ein Spaziergang durch die weitläufige Schlossgartenanlage ist sehr empfehlenswert. Aufgrund der frühen Morgenstunden war der Schweriner Dom leider noch abgeschlossen. Doch auch von außen ist dieses Werk der Backsteingotik durchaus sehenswert.

Auf der Heimreise verzögert sich unserer Rückkehr durch eine Vollsperre der Autobahn und einer überlasteten Umfahrung. Aber auch dieses Hindernis meistert unsere Busfahrerin Andrea bravourös und bringt uns alle wieder sicher nach Hause.

Mein Fazit

Super Sommerwetter, unsere gut gelaunte Busfahrerin und die kompetenten Reiseleiter haben dieser Reise das berühmte „Krönchen“ aufgesetzt und wahrhaftig zum „Ostseetraum“ gemacht. Jedes Ziel an sich ist eine Reise wert und bietet daher eine fantastische Reiseroute.

Auch das komfortable, ruhig gelegene Hotel hat uns mit leckerem Essen auf alle erlebnisreichen Tage vorbereitet und bot einen tollen Abschluss.

Bedanken möchte ich mich aber in erster Linie auch bei den Leitner Gästen für die Pünktlichkeit, viele spannende Gespräche, viel positives Feedback, einige Ideen für weitere Reisen und viele individuelle Erfahrungsberichte.

Meine Antwort auf die Frage „Urlaub auch zu Corona-Zeiten?“  nach dieser Reise: JA, bitte unbedingt, denn die Hygienemaßnahmen sind bereits zum Alltag geworden und hindern keineswegs daran, jeden Tag begeistert neue Eindrücke aufzusammeln.

Ich freue mich schon auf die nächste Reise – wo auch immer sie mich hinführen wird!

Eure Stefanie

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