Die sehenswertesten Stadtviertel Europas

Hamburg, Prag, Paris und Madrid - traumhafte Städte mit beeindruckenden Sehenswürdigkeiten und einzigartigen Plätze. Doch was verbindet diese Metropolen? Nicht allein die Größe und Bekanntheit der Städte sind hervorragend, in allen vier Städten gibt es wunderschöne Stadtviertel, die bei Ihrer Erkundung auf keinen Fall fehlen dürfen und einen großen Einfluss auf den Charme der Orte haben.

Reisen Sie mit uns nach Hamburg, Prag, Paris und Madrid und lernen Sie die sehenswertesten Stadtviertel Europas kennen. 

St. Pauli - das pulsierende Viertel in Hamburg

Woran denken Sie bei St. Pauli? Wahrscheinlich sofort an Reeperbahn, Rotlichtviertel und an eine bunte Vielfalt an Menschen. Das ist aber bei Weitem nicht alles, was St. Pauli als eines der bekanntesten und sehenswertesten Viertel Hamburgs auszeichnet. 

Auf Hamburgs berühmtester Amüsiermeile gibt es viel mehr zu entdecken als das verrückte Nachtleben. Vor allem Theater- und Musical-Fans kommen hier auf ihre Kosten.

Im Stage Operettenhaus, welches es schon seit 1841 gibt, werden Musicals, wie Mamma Mia oder das Tina Turner Musical, aufgeführt. Aufgrund der jahrhundertelangen Geschichte des Stage Operettenhauses, ursprünglich übrigens Circus Gymnasticus genannt, ist es bis heute ein bedeutender Teil der Kultszene. 

Treten Sie ein und sehen Sie sich im Operettenhaus um:

Freunde des Theaters und Kabaretts werden in Schmidts Tivoli Theater fündig, das am 8. August 1988 eröffnet wurde. Das Besondere an diesem Theater ist der Unterschied zwischen der äußeren Fassade und der Innenarchitektur: Von außen top-modern, von innen versprüht es den alten Charme.

Ein weiteres Schmuckstück der Reeperbahn, welches wir Ihnen nicht vorenthalten möchten, ist das Panoptikum. In diesem Wachsfigurenkabinett haben Besucher die Möglichkeit, sich mit vielen, unterschiedlichen Berühmtheiten ablichten zu lassen.

Weiter geht die Tour, weg von der Reeperbahn, in den “seriösen” Teil St. Paulis.

Dazu gehören vor allem das Messegelände mit dem Heinrich-Hertz-Turm und das Congress Centrum. Der Heinrich-Hertz-Fernsehturm ist mit knapp 280 Metern das höchste Gebäude Hamburgs. Unter den Hamburgern wird er auch “Telemichel” genannt.

Auf einem Rundgang durch St. Pauli darf natürlich auch ein Besuch auf dem Fischmarkt am Hafen nicht fehlen. Schon frühmorgens geht es hier mit dem bunten Treiben los und Besucher erleben einen Teil des wahren Hamburgs. 

Sogar für Naturliebhaber bietet das sehenswerte Viertel etwas. Nach einer spannenden Erkundungstour können Sie sich im Planten un Blomen Park erholen, welcher den Übergang zwischen St. Pauli und der westlichen Grenze der Neustadt bildet.

Bei all diesen Highlights in St. Pauli ist es kaum vorstellbar, dass Hamburg sein vielfältigstes Stadtviertel erst seit 1833 eingegliedert hat, nachdem es vorher als schwarzes Schaf Hamburgs aus der Stadt verbannt wurde.

Sind Sie bereit für die Reise in ein weiteres sehenswertes Stadtviertel, diesmal allerdings außerhalb Deutschlands? Dann geht es weiter nach Prag, genauer gesagt in die Prager Altstadt.

 

Die historische Prager Altstadt

In der Prager Altstadt, auf tschechisch Staré Mesto, bewegen wir uns hauptsächlich im Altstädter Ring und entlang der Moldau. Hier finden wir einige der beeindruckenden Sehenswürdigkeiten des Stadtviertels.

Wir beginnen direkt mit dem wohl bekanntesten Highlight Prags: Die Karlsbrücke -  eine der ältesten Brücken Europas. Sie verbindet die Altstadt und die Kleinseite Prags, die durch die Moldau getrennt sind. Vorbild für die Brücke, die ursprünglich Prager Brücke genannt wurde, war tatsächlich die Steinerne Brücke im bayerischen Regensburg.

Entlang der Karlsbrücke säumen sich viele der bekanntesten Heiligenfiguren, wie z.B. Johannes der Täufer oder der Heilige Jan Nepomuk. Der Legende nach wurde der Heilige Jan Nepomuk an der Stelle, an der heute seine Heiligenfigur zu finden ist, in die Moldau geworfen. Neben diesen religiösen Relikten finden Sie dort tagsüber zahlreiche Musiker und Verkaufsstände. Das jeweilige Ende der Brücke bilden zwei Türme, die besichtigt werden können und einen tollen Ausblick über die Moldau sowie die Karlsbrücke selbst bieten.

Eine weiterer beliebter Ort in der Prager Altstadt ist der Altstädter Ring. Er dient Prag als Marktplatz und ist mit seinen 9.000 m² nicht nur einer der schönsten, sondern auch größten Plätze Europas. Hier reiht sich Café an Café und Sehenswürdigkeit an Sehenswürdigkeit.

Außerdem befindet sich hier das Altstädter Rathaus mit der Astronomischen Aposteluhr. Die Altstädter Astronomische Uhr, wie sie auch bezeichnet wird, stammt aus dem Jahr 1410 und ist ein bedeutendes Kulturdenkmal Prags. Die Besonderheit liegt hier in der kleinen “Showeinlage”, die den Besuchern jeden Tag zwischen 9.00 - 21.00 Uhr geboten wird. Jeweils zur vollen Stunde erscheinen die 12 Apostel-Figuren an beiden Fenstern der Aposteluhr. Außerdem bewegen sich auch die vier Figuren, welche sich direkt links und rechts neben der Uhr befinden. Auffallend ist dabei der Sensenmann auf der rechten Seite, welcher eine Sanduhr dreht und die Glocken im kleinen Turm über dem Apostelgang läutet.

Sehen Sie selbst:

Was darf auf einem historischen Marktplatz auch nicht fehlen? Genau, eine Kirche. Die Teynkirche befindet sich auf der Ostseite des Altstädter Rings und repräsentiert die Entwicklung der Baugeschichte der Prager Innenstadt. Der architektonische Stil bewegt sich von frühgotischen Elementen bis hin zur venezianischen Renaissance. 

Nach dieser historischen und religiösen Tour durch die Altstadt Prags geht es künstlerisch weiter. Wir reisen nach Paris - in das wunderschöne Künstlerviertel Montmartre im 18. Arrondissement.

Das Künstlerviertel Montmartre in Paris

Während der Belle Époque um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert lebten hier viele bedeutende Künstler, wie Picasso, Van Gogh und Cézanne. Der Einfluss von Van Gogh und Co. verwandelte dieses Arrondissement zum berühmten Pariser Künstlerviertel. Einen Blick in die Vergangenheit Montmartres ermöglicht unter anderem ein Besuch des Picasso Ateliers.

Da sie diesen Stadtbezirk prägten, ist dieses Arrondissement bis heute das berühmte Künstlerviertel Paris und ermöglicht auch heutzutage noch, Picassos Atelier in Montmartre zu besichtigen.

Start unseres Rundgangs ist auf dem gleichnamigen Hügel des Viertels Montmartre. Im Künstlerviertel liegt der gleichnamige Hügel Montmartre, dort beginnt unser Rundgang. Sind Sie direkt bereit für eine kleine, sportliche Aktivität? Dann empfehlen wir den Aufstieg zur Basilika Sacré-Coeur über 130 Meter und 237 Treppenstufen. Alternativ ist auch der Zugang über die Seilbahn möglich, was nur wenige Minuten dauert. Von hier aus haben Sie einen traumhaften Blick über Paris. 

Die Basilika Sacré-Coeur, französisch für heiliges Herz, ist das Herzstück des Hügels. Die römisch-katholische Wallfahrtskirche wurde zwischen 1875 und 1914 im “Zuckerbäckerstil” erbaut. Diese architektonische Bezeichnung steht für die weiße Farbe und die ornamentale Struktur der Basilika. Das Innere der Sacré-Coeur sticht vor allem aufgrund des größten Mosaiks der Welt hervor. Über 475 m² erstreckt sich das Christusmosaik in der Apsis der Basilika. Außerdem finden Sie hier die Reiterstatuen der Nationalheiligen Johanna von Orléans und Ludwig IX. von Frankreich. Ebenfalls beeindruckend ist die Glocke im Kirchturm, denn mit 18.835 Tonnen und einem Durchmesser von drei Metern ist sie die größte Glocke Frankreichs.

Lassen Sie sich von diesem einzigartigen Bauwerk faszinieren! Wenden Sie Ihren Blick auch hinter sich und genießen Sie den Ausblick über die Stadt der Liebe:

In Montmartre lebten nicht nur einige Berühmtheiten, es wurde hier auch so manche bekannte Persönlichkeit begraben. Auf dem Friedhof Cimitière de Montmartre können die Gräber von unter anderem Heinrich Heine und Jacques Offenbach besucht werden. Der Friedhof verbreitet aber keinesfalls traurige Stimmung, sondern lädt durch seine parkähnliche Struktur zum Verweilen ein.

Nach einer kurzen Pause geht es weiter zum Varieté Moulin Rouge, das berühmteste Kabarett in Paris, welches sich durch extravagante Shows einen Namen gemacht hat. Die rote Mühle auf dem Dach ist Namensgeber des Varietés. Die Aufführungen im Moulin Rouge sind sehr begehrt, weswegen die Tickets schnell ausverkauft sind. 

Unser Spaziergang durch Montmartre endet am Place du Tertre, der im Mittelpunkt des Stadtviertels liegt. Er gehört zu den populärsten Plätzen in Paris. Hier spüren Sie zum Abschluss nochmal den künstlerischen Geist, der Montmartre ausmacht.

Für Sie darf es doch noch etwas weiter weg gehen? Dann ab ins Flugzeug und auf nach Madrid! Hier lernen Sie das Viertel La Latina kennen, welches das typischste Stadtviertel Madrids ist.

Das typischste Viertel Madrids: La Latina

In Madrids geht es mitten im Stadtzentrum los, wo sich das Viertel La Latina befindet. Es wird als “typisch madrilenisch” bezeichnet, da Sie hier viele traditionelle Bars und Tavernen finden und sich vom Charme des volkstümlichen Madrids verzaubern lassen können. Dieser Teil der Stadt ist mit seinen engen und verwinkelten Gassen noch deutlich vom Mittelalter geprägt und lag früher tatsächlich außerhalb des eigentlichen Madrids, bildete also dessen Vorstadt.

Tauchen Sie in den Flair dieses Stadtviertels ein:

Die beliebtesten Plätze des Viertels sind die Plaza de la Cebada (Gerstenplatz), die Plaza de los Carros (Wagenplatz) und die Plaza de la Paja (Strohplatz). Auch in den Namen dieser Plätze findet man einen Bezug auf das mittelalterliche Treiben in La Latina. Hier wurde früher das Futter für die Pferde angeliefert, die Wagen entladen und mit Rindern gehandelt.

Jeden August findet in La Latina eines der populärsten Volksfeste Madrids statt. Die Fiesta de La Paloma wird zu Ehren der Virgen de La Paloma (Jungfrau von Paloma) gefeiert. Es ist ein turbulentes und buntes Fest, welches den typischen Charakter Madrids widerspiegelt.

Aber worauf beruht eigentlich der Name des Stadtviertels? Der Name La Latina ist auf die populäre Schriftstellerin und Humanistin Beatriz Galindo zurückzuführen, welche im 15. Jahrhundert eine entscheidende Rolle spielte und als La Latina bekannt war. Sie unterrichtete die Königin Isabella I. von Kastilien und deren Kinder. Außerdem gründete sie das Krankenhaus Hospital de La latina direkt bei der Plaza de la Cebada. 

 

Nun sind wir leider schon am Ende unserer virtuellen Reise zu den sehenswertesten Stadtvierteln. Hat Ihnen dieser kleine Einblick noch nicht ausgereicht? Dann freuen wir uns, Ihnen Inspiration für Ihre nächste Städtereise mitgeben zu können. Finden Sie hier unsere schönsten Reisen in die genannten Städte und weitere tolle Metropolen. 

Machen Sie sich selbst ein Bild von einzigartigen Stadtvierteln und buchen Sie Ihre Städtereise!