Reisebericht: Nordsee-Inseln

Weite See, einzigartige Dünen und bezaubernde Inseln - auf unserer Reise zu den Nordseeinseln Amrum, Föhr, Sylt und Hallig Hooge können Sie traumhafte Erinnerungen sammeln und frische Meeresluft schnuppern. Als eine unserer ersten Busreisen nach Covid-19 startet eine Reisegruppe Anfang Juli in Richtung Norddeutschland. Unsere Mitarbeiterin Janina begleitete diese Busreise als Reisebegleitung und berichtet von ihren tollen Erlebnissen.

Freitag, 03.07.2020

Um 05:00 Uhr morgens klingelt mein Wecker - um 07:30 Uhr startet der Bus zu den Nordseeinseln und ich will als Reisebegleiter nicht auf den letzten Drücker in Allersberg aufkreuzen.

Ich bin noch ziemlich nervös, denn es ist eine der ersten Bustouren, die nach der Corona-Krise wieder starten darf.  Wir haben ein verschärftes Hygienekonzept, Mund- und Nasenschutz sind während der Fahrt sowie beim Ein- und Aussteigen Pflicht. Ich bin gespannt, ob das alle Gäste einhalten und damit ihre Gesundheit schützen.

In Allersberg treffe ich als erstes auf drei sehr sympathische Gäste und wir warten gemeinsam auf den Bus, der bereits heute Morgen in Landshut gestartet ist. Wir fahren das erste Stück Richtung Pegnitz - hier ist ein Fahrerwechsel geplant. Unser Fahrer Franz begrüßt uns alle sehr freundlich und erklärt uns nochmal kurz das Hygienekonzept. Ich sammle die Einverständniserklärungen der Reisenden ein und bekomme erste Eindrücke, wie die Kunden zu dem Konzept stehen. Toll finden es unsere Gäste natürlich nicht, aber wir wollen alle sicher und gesund reisen, deswegen akzeptieren sie es und freuen sich schon bald die Meeresluft zu schnuppern.

Und so starten wir unseren Urlaub in Richtung Hamburg. Dort war gegen Abend einen kurzen Aufenthalt geplant. Kurz vor der Hansestadt legen wir eine einen Stopp ein, um frische Luft zu schnappen und uns kurz die Beine zu vertreten. Da wir nicht zu spät in unserem Hotel in Nielüll ankommen wollen, verschieben wir unseren Aufenthalt in Hamburg lieber auf die Heimreise. 

Nach einer angenehmen Fahrt - trotz Masken - sind wir in unserem Hotel in Niebüll angekommen. Von hier aus fahren wir jeden Tag zu den verschiedenen Inseln.

Samstag, 04.07.2020

Unser Tag beginnt um 07:30 Uhr mit einem guten Frühstück. Das Wetter soll heute leider nicht mitspielen. Weil sich das Wetter im Norden sehr schnell ändern kann, haben wir alle wetterfeste Kleidung eingepackt. So können wir dem Wetter trotzen und unseren Ausflug starten. Als wir in den Bus einsteigen, stellt sich unser Reiseleiter Manfred vor und erklärt uns kurz, wie die nächsten Tage ablaufen werden. Anschließend machen wir uns zur größten Nordseeinsel auf: Sylt.

Über Dänemark erreichen wir die Insel. Mit dem Bus geht es auf die Fähre und nach ca. 45 min Fahrt sind wir auf Sylt angekommen. Als erstes machen wir eine kleine Rundfahrt durch die Dünen von List! Ein toller Anblick, wenn sich rechts und links neben einem die Sanddünen türmen. Zur Mittagszeit  stärken uns bei „Gosch“, der nördlichsten Fischbude Deutschlands, mit frischem Fisch. Nachdem das Wetter nun noch schlimmer wird, einigen wir uns darauf, dass wir nur eine Rundfahrt über die Insel machen und danach die Hauptstadt Westerland ansteuern, um dort die Zeit zum Bummeln zu nutzen. Nach ca. 2 Stunden treffen wir uns klatschnass wieder am ausgemachten Treffpunkt. Trotz des schlechten Wetters bleibt unser Reiseleiter sehr freundlich und gut gelaunt, dieses Wetter gehört hier nun mal dazu (ich finde, er macht einen super Job).

Wir machen uns auf den Heimweg - dies allein ist ein Erlebnis wert! Wir fahren auf dem Autozug über den Hindenburgdamm zurück auf das Festland, allerdings steht unser Reisebus rückwärts auf dem Zug - ein seltsames Gefühl. Wir freuen uns alle sehr, als wir mit 2 Stunden Verspätung endlich wieder in unserem Hotel angekommen sind. Abschließend genießen wir das Abendessen, freuen uns auf den morgigen Tag und hoffen auf besseres Wetter.

 

Sonntag, 05.07.2020

Der heutige Tag beginnt wieder mit einem gemeinsamen Frühstück um 07:30 Uhr. Anschließend geht es weiter nach Dagebüll. Von dort aus fahren wir mit der Fähre bei starkem Wind und Regen Richtung Amrum. Als wir ankommen, regnet es schon nicht mehr und wir starten gut gelaunt unsere Inselrundfahrt. Wir sehen den bekannten Leuchtturm, das Wahrzeichen der Insel Amrum. Außerdem kommen wir an schönen Häusern mit dem typischen Reetdach und zwei Mühlen vorbei. Nachdem unsere Fahrt in Wittdün endete, haben wir Zeit die Insel selbst zu erkunden. Ich entscheide mich für ein Fischbrötchen und schlendere bei angenehmen, aber windigem Wetter am Strand entlang in Richtung Hafen. Auf der Fähre zurück zum Festland genießen wir die Sonne auf dem Deck und schnuppern frische Seeluft.

Vor dem Abendessen haben wir noch etwas Zeit unsere Stadt Niebüll kennenzulernen, in der unser Hotel zu finden ist. Ich spaziere durch die Gassen mit den typischen Reetdachhäusern und versuche noch ein paar Sonnenstrahlen abzubekommen.

Montag, 06.07.2020

Heute steht die Insel Föhr auf dem Programm. Nach unserem Frühstück machen wir uns auf den Weg und gelangen über den Fährhafen von Dagebüll auf die Insel, welche auch die friesische Karibik genannt wird. Als wir ankommen, haben wir wunderbares Wetter, nur etwas windig. Vorerst haben wir drei Stunden zur freien Verfügung. Ich schlendere am Strand entlang, trinke gemütlich einen Kaffee an der Strandpromenade und erkunde die Stadt Wyk und die tollen Einkaufsmöglichkeiten. Um 13:30 Uhr startet unsere zwei-stündige Inselrundfahrt mit einem kleinen Zug. Der Zugführer gestaltet diese sehr interessant und wir erfahren von ihm wissenswerte Details über diesen tollen Ort in Deutschland. Wir sehen auch hier wieder viele tolle Häuser im nordfriesischen Baustil und genießen den herrlichen Wind auf einem Deich. Laut Manfred, unserem Reiseleiter, hatten wir dort Windstärke sieben - ziemlich strenger Wind. Gut erholt geht es wieder auf die Fähre und zurück in unser gut gelegenes Hotel. Dieser Tag war einfach perfekt!

Dienstag, 07.07.2020

Heute können wir etwas ausschlafen, denn wir fahren erst gegen 09:00 Uhr an den Fährhafen von Schlüttsiel. Von dort aus geht es zu unserem Tagesziel: Hallig Hooge. Eine Hallig ist eine Insel, die bei Sturmfluten teilweise bis ganz überschwemmt werden können. Mit etwas Glück kann man bei der Überfahrt ein paar Seehunde beobachten. Und tatsächlich haben wir selbst ein paar dieser drolligen Tiere gesehen.

Auf Hallig Hooge erwartet uns bereits eine Pferdekutsche. Wir machen eine kleine Rundfahrt, vorbei an der ortsansässigen Kirche zum einzigen Wirtshaus. Hier kehren wir zur Mittagszeit ein und ich traue mich tatsächlich an eine echt friesische Mahlzeit - den Labskaus, ein Kartoffelgericht mit Rindfleisch und roter Beete. Danach geht es mit den Pferden weiter in das „Königspesel“-Haus. Berühmt wurde dieses, weil sich König Friedrich der VI. von Dänemark im Jahr 1825 zum Schutz vor einer überraschenden Sturmflut einen Unterschlupf suchte. Er quartierte sich natürlich in der guten Stube ein, dem sogenannten Pesel, wodurch das Haus seinen Namen erhielt. Anschließend können wir noch etwas entspannen und die Gegend besichtigen, bevor es wieder in Richtung Festland geht. Die Hallig Hooge wirkt sehr ursprünglich und es scheint als würde hier die Zeit stillstehen. Selbst die Sturmfluten, welche jedes Jahr über das Land fegen, nehmen die Bewohner mit Fassung und lieben es, hier zu leben.

Mittwoch, 08.07.2020

Wie auch bei der Anreise, klingelt am letzten Tag mein Wecker wieder um 05:00 Uhr morgens, denn um 07:15 Uhr geht es zuück nach Hause. Wie jeden Tag treffen wir uns pünktlich am Bus und fahren zu unserem letzten Reiseziel: Hamburg. Dort haben wir zwei Stunden zur freien Verfügung, um die Stadt auf eigener Faust zu erkunden. Ich nutze die Zeit und laufe am Elbufer entlang, damit ich die Atmosphäre dieser tollen Hafenstadt genießen kann. Danach machen wir uns auf den Heimweg und kommen um ca. 22:00 Uhr am Betriebsgelände in Allersberg an.

Mein Fazit

Diese Tour ist auch trotz „Schietwetter“, wie der Friese so schön sagt, wirklich beeindruckend! Dafür nimmt man die lange Fahrtzeit gerne auf sich. Glücklicherweise hatten wir ab dem dritten Tag wirklich schönes Wetter und konnten deshalb die Touren richtig genießen.

Mein persönliches Highlight war die Insel Amrum! Dort ist es noch nicht zu touristisch und man kann sehr gut entspannen. Positiv zu erwähnen ist auf jeden Fall unser Hotel - das freundliche Personal, das gute Essen und die sauberen Zimmer sprechen für sich. Die zentrale Lage sticht jedoch besonders hervor, denn man erreicht jeden wichtigen Fährhafen auf dieser Reise innerhalb von wenigen Fahrminuten.

Ein besonderer Dank gilt unserem Busfahrer Franz. Er hat uns stets sicher von „A“ nach „B“ gebracht. Ebenso möchte ich mich bei unserem Reiseleiter Manfred bedanken. Man merkt ihm seine Liebe zu seiner Heimat an. Mit dieser Euphorie ermöglichte er uns ein sehr authentisches Reiseerlebnis. Ihr habt einen tollen Job gemacht!

Natürlich möchte ich mich auch noch bei meiner tollen Reisegruppe bedanken, die es mir als Reisebegleitung durch ihre Pünktlichkeit und freundliche Art sehr einfach gemacht haben.

Ihr fragt euch sicher, ob das Reisen in der aktuellen Zeit mit Maskenpflicht Spaß macht? AUF JEDEN FALL! All die Einschränkungen sind bei einer so tollen Reise schnell vergessen.

Habe ich bei euch mit diesem Bericht die Reiselust geweckt? Dann packt eure Koffer und macht Urlaub an der Nordsee mit „Leitner Reisen“. Hier geht es zur Reise

Eure Janina