Reisebericht Istrien

Reisebericht: Wandern durch Istrien

Kristallklares, abwechselnd türkisgrünes und azurblaues Wasser, idyllische Küstenorte und immer auf den Spuren der ehemaligen Parenzana-Eisenbahnstrecke - auf unserer traumhaften Wanderreise quer durch Istrien erleben Sie malerische Natur und faszinierende Geschichte. Dies wollte sich unsere Mitarbeiterin Friederike nicht entgehen lassen, packte ihre Wanderschuhe und machte sich für Sie auf den Weg. Lassen Sie sich von ihren Eindrücke von der Wanderreise nach Istrien begeistern.

Tag 1

Pünktlich um 8 Uhr starte ich ab Allersberg mit einem Großteil der Reisegruppe Richtung Süden. Noch fix in Ingolstadt und München einige Wanderlustige eingesammelt, geht es weiter nach Istrien. Die Grenzkontrollen verlaufen alle problemlos und zügig.

In Umag direkt am Meer empfängt uns das Hotelpersonal sehr herzlich. In Corona-Zeiten wird das Abendessen als Buffet vom Hotelpersonal serviert. Das bedeutet, jeder sucht sich am Buffet, das mit Scheiben geschützt ist, sein gewünschtes Essen aus und der Kellner legt es auf den Teller. Warten muss trotzdem keiner. Satt, zufrieden und voller Vorfreude auf die Wanderungen gehen alle in ihre geräumigen Zimmer zum Schlafen.

Tag 2

Nach dem Frühstücksbuffet startet unser erster Wandertag in Slowenien. Von Koper aus spazieren wir direkt am Meer entlang in das Fischerdörfchen Izola. Hier findet unsere Mittagspause statt. Anschließend geht es bergauf durch Olivenhaine nach Strunjan. Auf dem Weg bietet sich ein einmaliger Ausblick auf Triest und die Adriaküste. Vor lauter Fotostopps und Staunen kommen wir nur sehr gemütlich voran. Hungrig von der Wanderung an der frischen Meeresluft bringt uns der Bus ins Hotel, wo wir die müden Wanderbeine erstmal in der noch warmen Adria abkühlen. Viele schwimmen sogar noch eine Runde, bevor wir uns das vielfältige Abendbuffet verdient haben.

Tag 3

Die heutige Wanderung startet, wo die gestrige aufgehört hat, in Strunjan. Von dort aus geht es durch den Valeta-Tunnel nach Portoroz. In der glanzvollen Küstenstadt bleibt Zeit für einen Kaffee, bevor uns der Bus weiter mitten in die Seele von Istrien fährt. Der Ausblick über die auf einer Halbinsel gelegenen, eng bebauten Altstadt ist einfach spektakulär. Nach einer Stadtführung können wir Piran noch auf eigene Faust erkunden. 

Der nächste Wanderabschnitt führt uns rund um die Salzgärten von Secovlje, wo wir von einer ganz besonderen Natur überrascht werden. Die Bucht ist komplett übersät von Salinen und verlassenen Ruinen der Salzarbeiter. Die Hälfte der Gruppe fährt vom Leuchtturm Savudrija aus mit dem Bus zurück ins Hotel, die andere Hälfte läuft am Ufer entlang in den Sonnenuntergang hinein. Um diesen schönen Tagesabschluss noch zu übertreffen, erwartet uns im Hotel Live-Musik.

Tag 4

Vom kroatischen Buje wandern wir auf einem naturbelassenen Weg – natürlich mit Gesangspause – in die kleine Künstlerstadt Groznjan. Die hübsch verzierten Gassen faszinieren uns sehr. Mit dem Bus in Motovun angekommen, wandern wir wieder durch einen Tunnel der ehemaligen Parenzana-Bahnstrecke, bevor es ziemlich steil hoch in den Altstadtkern von Motovun geht. Von hier aus haben wir einen sagenhaften Blick über das istrianische Hinterland, das ziemlich hügelig und von Olivenhainen und Kakibäumen übersät ist.

Während des heutigen Abendessens sorgt unsere Gruppe für die Erheiterung der wenigen anderen Hotelgäste und singt lautstark das Frankenlied.

Tag 5

Von Funtana aus wandern wir heute an der Küste entlang nach Porec. Auf der rechten Seite sehen wir riesige Hotelkomplexe und links die zerklüftete Küstenlandschaft Kroatiens mit einigen seiner kleinen Inseln. Unser engagierter Wanderführer zeigt uns die wichtigsten Ecken der Weltkulturerbe-Stadt Porec und den Wanderern, die möchten, die Basilika. Die restliche Gruppe verteilt sich in den Cafés und Restaurants der Stadt. Zum Abschluss der Wanderreise entscheiden sich einige, die Altstadt unseres Unterkunftsorts Umag anzusehen, die anderen Wanderer fahren mit dem Bus ins Hotel und genießen das letzte Bad in der Adria, bevor wir am nächsten Tag zurück ins kalte Deutschland fahren.

Tag 6

Bereits um 7 Uhr treten wir unsere Heimreise an. Die kroatische Grenze ist noch unbesetzt, die slowenische kein Problem, aber an der österreichischen Grenze müssen alle Buspassagiere in die Kälte aussteigen. Nach der Passkontrolle kommen wir gut durch den geringen Verkehr.

Nach und nach erreichen alle ihre Ziele und verabschieden sich mit einem Lächeln auf den Lippen bis zum nächsten Mal.

Fazit

Mich hat auf dieser Reise zwar die wunderschöne und diverse Natur Istriens beeindruckt, aber was mich wirklich bewegt hat, waren die Begegnungen mit den Wanderfreunden der Leitner-Familie: Wie wir als Wandergruppe zusammengewachsen sind, keinen zurückgelassen und uns gegenseitig unterstützt haben, ob mit motivierenden Worten, einem Schokoriegel oder Pflaster. Wie wir auf den Wanderungen sangen, die verrücktesten Pflanzen und Gerüche entdeckten. Wie wir nach den Wanderungen in der Adria badeten und im erfrischenden Wasser vor Glück die Zeit vergaßen. Wie wir an den immer langen Abenden in der Hotelbar intensive Gespräche führten und sich viele für die Zeit nach der Reise in der Heimat verabredeten. Wie wir gemeinsam lachten, tanzten und einfach unbeschwert waren. All das sind Momente, von denen ich noch lange zehren werde.

Das Masken-Tragen im Bus und das Desinfizieren beim Einsteigen waren schnell Routine und haben in keiner Weise beim Erholen und Genießen gestört. Wer gerne an der frischen Luft mit lieben Menschen zusammen wandert, singt und sich am Meer und den schönen Städten Istriens erfreut, für den ist diese Reise genau das Richtige.

Ihre Friederike 

Kleines Extra: Gedichte von der Reise

 

Für meine liebe Reisegruppe habe ich auf der Heimreise im Bus immer ein Tagesresumé in Form eines Gedichts geschrieben und vorgetragen. Aufgrund der großen Nachfrage findet ihr/ finden Sie wie versprochen die Gedichte zum Herunterladen: Gedichtsheft