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Unser Reiseblog
Liebestal, Türkei

07. Mai 2026 | Reisebericht | von Thomas Klebe

Reisetagebuch Kappadokien

Eine außergewöhnlich erlebnisreiche und eindrucksvolle Reise durch Ankara und Kappadokien, die uns mit ihren einzigartigen Landschaften, kulturellen Schätzen und besonderen Begegnungen noch lange in Erinnerung bleiben wird.

1. Tag: Flug nach Ankara

Wir flogen um 10:40 Uhr in München ab. Nach einem Umstieg in Istanbul erreichten wir am Abend gegen 18:30 Uhr unser 4-Sterne-Hotel „Ankara Royal“ in Ankara. Damit begann unsere faszinierende Rundreise durch Ankara und Kappadokien.

2. Tag: Ankara und Weiterfahrt nach Kappadokien

2. Tag: Ankara und Weiterfahrt nach Kappadokien

Bei einer Stadtrundfahrt mit unserer Reiseleitung erkundeten wir Ankara entlang der imposanten Regierungsgebäude, zahlreicher Botschaften sowie des Mausoleums von Mustafa Kemal Atatürk und des weitläufigen Friedenswaldes.
Beeindruckend ist vor allem die Entwicklung der türkischen Hauptstadt: Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts, zur Zeit der Staatsgründung 1923, lebten hier nur etwa 20.000 Menschen. Heute präsentiert sich Ankara als moderne Metropole mit rund 5,8 Millionen Einwohnern.
Anschließend führte uns die Reiseleitung durch die verwinkelten Gassen der Altstadt, die mit ihrem orientalischen Charme eine ganz besondere Atmosphäre ausstrahlen. Vom Burgberg auf etwa 970 Metern Höhe genossen wir einen herrlichen Panoramablick über Ankara.
Auf dem Weg nach Kappadokien begleiteten uns die weiten Landschaften rund um den Tuz Gölü, den zweitgrößten Salzsee der Türkei – eine beeindruckende Naturkulisse mit nahezu surrealer Weite.

3. Tag: Ballonfahrt und Wanderung im Roten Tal

3. Tag: Ballonfahrt und Wanderung im Roten Tal

Noch vor Sonnenaufgang, um 4:40 Uhr, wurden elf Teilnehmer unserer 21-köpfigen Reisegruppe zu einer Ballonfahrt über Kappadokien abgeholt (Zusatzleistung, vor Ort über Reiseleitung gebucht). Begeistert berichteten sie später von einem unvergesslichen Erlebnis und einem spektakulären Sonnenaufgang über der einzigartigen Landschaft Kappadokiens.
Anschließend führte uns eine etwa dreistündige Wanderung durch das berühmte Rote Tal. Farbenprächtige Felsformationen, Höhlenwohnungen und in den Fels gehauene Kirchen mit eindrucksvollen Fresken machten diesen Ausflug zu einem besonderen Erlebnis.
Für Personen mit eingeschränkter Mobilität war die Strecke nicht geeignet, jedoch bestand die Möglichkeit, mit dem Bus zum Zielort zu fahren.
Nach rund sechs Kilometern erreichten wir das Dorf Çavuşin und stärkten uns mit einem typisch türkischen Mittagessen. Über Göreme ging es weiter nach Uçhisar, wo die markante Felsenfestung – auch „Schloss von Kappadokien“ genannt – einen beeindruckenden Ausblick bot. Mit etwa 1.400 Metern ist dies einer der höchsten Punkte der Region.
Der Tag klang mit einer Weinverkostung im Kocabag Wine House sowie einem Fotostopp im Taubental aus. Somit hatten wir ab 16:30 Uhr noch genügend Zeit zur freien Verfügung.

4. Tag: Geschichte und Spiritualität in Kappadokien

4. Tag: Geschichte und Spiritualität in Kappadokien

Unser erster Halt war die seldschukische Sarıhan-Karawanserei aus dem Jahr 1249 – ein beeindruckendes Relikt und eindrucksvolles Zeugnis der alten Handelsroute, der historischen Seidenstraße.
Danach besichtigten wir die unterirdische Stadt Özkonak mit ihrem ausgeklügelten System aus Tunneln, Wohnräumen und Belüftungsschächten, in dem einst bis zu 300 Menschen Schutz und Lebensraum fanden. Diese faszinierende Anlage erstreckt sich über mehrere Ebenen.
In Avanos am Kızılırmak, dem längsten Fluss der Türkei, erhielten wir Einblicke in die traditionsreiche Töpferkunst der Region Kappadokien.
Ein besonderer Höhepunkt war für viele der Besuch einer Sufi-Zeremonie: Der meditative „Sema“-Tanz der Derwische ist eine spirituelle Praxis, bei der sich die Tänzer in ihren weißen, weit schwingenden Gewändern zu meditativer Musik drehen. Diese Kombination aus Bewegung, Klang und Atmosphäre vermittelte eindrucksvoll die spirituelle Tiefe der Sufismus-Tradition, die eng mit der Geschichte Anatoliens verbunden ist.

5. Tag: Versteckte Kirchen und ursprüngliches Kappadokien

5. Tag: Versteckte Kirchen und ursprüngliches Kappadokien

Im abgelegenen Soğanlı-Tal, einem wahren Freilichtmuseum, entdeckten wir zahlreiche beeindruckende Felsenkirchen mit gut erhaltenen Fresken. Einst existierten hier über 150 Kirchen.
Abseits der üblichen Routen besichtigten wir mehrere versteckte Gotteshäuser, darunter die Karabaş- (Schwarzkopf-), Yılanlı- (Schlangen-) und Kubeli- (Kuppel-) Kirche.
Eine besonders herzliche Begegnung erlebten wir im Zwiebeltal beim Bürgermeister, wo uns unsere Reiseleitung zu einem türkischen Tee (Çay) einlud.
Zur Mittagspause erreichten wir Mustafapaşa, ein charmantes Dorf mit eindrucksvollen Tuffsteinhäusern, die vom einstigen Wohlstand der griechischen Bevölkerung zeugen. In Ürgüp blieb Zeit zur freien Erkundung der Altstadt, bevor wir beeindruckende Tuffsteinformationen, darunter die berühmten „Drei Grazien“ (Üç Güzeller), bestaunten.

6. Tag: Fantastische Landschaften und Feenkamine in Kappadokien

6. Tag: Fantastische Landschaften und Feenkamine in Kappadokien

Der Tag begann mit dem Besuch der erst 2015 entdeckten Felsenstadt Kayasehir. 2020 begann die Freilegung eines riesigen unterirdischen Netzwerkes von Häusern, Tunneln, Räumen und Moscheen auf über 400.000 Quadratmetern. Rund 120.000 Quadratmeter wurden bislang freigelegt.
Im Liebestal beeindruckten die bis zu 30 Meter hohen phallusartigen Feenkamine, während das Devrent-Tal mit seinen bizarren, tierähnlichen Felsformationen fast surreal wirkte.
Nach der Mittagspause in Avanos lernten wir die Kunst des Teppichknüpfens kennen und erhielten spannende Einblicke in die Naturfärbung. Interessant war zu sehen, mit welchem Geschick und welcher Geschwindigkeit die Knüpferinnen an ihren Webstühlen arbeiteten.
Den Abschluss bildete ein Fotostopp im Paşabağ-Tal.
Am Abend erlebten einige Teilnehmer bei einem fakultativen Ausflug eine Folklore-Show mit traditionellen Tänzen und Musik aus Kappadokien.

7. Tag: Rückfahrt nach Ankara mit spirituellem Abschluss

7. Tag: Rückfahrt nach Ankara mit spirituellem Abschluss

Auf dem Rückweg nach Ankara besuchten wir das Kloster von Hacı Bektaş Veli, einen bedeutenden spirituellen Ort der Bektasî-Derwische, deren Lehre vom orthodoxen Islam abweicht. Dort befindet sich die letzte Ruhestätte des Ordensgründers.

8. Tag: Heimreise von Ankara nach Deutschland

Da unser Rückflug erst um 13:00 Uhr am frühen Nachmittag stattfand, konnten wir den Morgen entspannt angehen, bevor wir um 9:30 Uhr zum Flughafen aufbrachen.

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Fazit der Kappadokien Rundreise

Nach einer Woche ging eine außergewöhnlich erlebnisreiche und eindrucksvolle Reise durch Ankara und Kappadokien zu Ende, die uns allen noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Drei Dinge haben diese Türkei Rundreise besonders geprägt:
Erstens hatten wir großes Glück mit dem Wetter, denn entgegen aller Vorhersagen wurden wir jeden Tag mit Sonnenschein und angenehmen Temperaturen verwöhnt.

Zweitens war es unsere Reiseleitung, die diese Reise zu etwas ganz Besonderem machte. Mit ihrer perfekten Sprachkompetenz, ihrem umfassenden Wissen und ihrer außergewöhnlich herzlichen Art verstand sie es, uns die Türkei auf beeindruckende Weise näherzubringen. Sie vermittelte nicht nur Fakten, sondern machte Geschichte, Kultur und Lebensweise lebendig und greifbar.
Mit viel Engagement, Geduld und einem feinen Gespür für die Gruppe war sie jederzeit ansprechbar und kümmerte sich aufmerksam um alle Anliegen. Durch ihre professionelle und zugleich persönliche Begleitung wurde aus einer gut organisierten Reise ein rundum bereicherndes Erlebnis.

In diesem Zusammenhang muss auch unser äußerst professioneller, zuverlässiger und höflicher Busfahrer erwähnt werden, der uns stets mit Ruhe, Freundlichkeit und Gelassenheit durch das Land steuerte – selbst im herausfordernden Stadtverkehr.

Drittens war unsere Reisegruppe wirklich ein Glücksfall! Diese hat unsere Reise besonders gemacht. Es fand sich eine Gruppe, in der eine außergewöhnlich angenehme und harmonische Stimmung herrschte. Vom ersten Moment an entstand eine offene, freundliche, hilfsbereite und respektvolle Atmosphäre, in der sich jeder willkommen und gut aufgehoben fühlen konnte. Es war beeindruckend zu erleben, wie schnell aus zunächst fremden Menschen eine nette Gemeinschaft wurde.

Entdecken Sie unsere Kappadokien Rundreise

Zum Autor
Thomas Klebe
Thomas Klebe

Thomas Klebe ist Reisebegleiter bei Leitner-Reisen, denn ihn und seine Frau verbindet eine große Leidenschaft für das Reisen. In den vergangenen Jahren haben sie bereits viele schöne Reisen mit Leitner-Reisen unternommen. Als Reisebegleiter für Leitner-Reisen tätig zu sein, erfüllt ihn mit großer Freude, da er gerne mit Menschen unterwegs ist, gemeinsame Erlebnisse teilt und Reisenden jederzeit mit Rat und Tat zur Seite steht. Neben organisierten Gruppenreisen genießen sie auch individuell gestaltete Reisen – sei es mit dem Wohnmobil, in Ferienwohnungen, auf dem Fahrrad, auf Kreuzfahrten oder im Urlaub mit Freunden. Durch seine Selbstständigkeit als freier Redner für Hochzeiten und Trauerfeiern ist er zeitlich flexibel und viel unterwegs. So kann er seine Begeisterung für das Reisen ideal mit der Begleitung von Reisegruppen verbinden.