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Unser Reiseblog
Wandern an der Amlfiküste

07. Mai 2025 | Reisebericht | von Sylvia Schmidt

Wanderreise an der Amalfiküste

Atemberaubende Ausblicke auf das Meer und die umliegende Landschaft bieten sich auf den Wanderungen unserer beliebten Flugreise "Wandern an der Amalfiküste". Entdecken Sie den "Pfad der Götter", genießen Sie den Ausblick auf die Inseln der Sirenen und schalten Sie vom Alltag ab. Unsere Kollegin Sylvia berichtet von ihren Reiseerlebnissen.

Tag 1

Tag 1

Anreise

Nachdem wir nach Neapel geflogen und zu unserem Hotel gebracht wurden, hatten wir noch etwas Zeit die nähere Umgebung zu erkunden und uns Proviant für unsere erste Wanderung am nächsten Tag zu kaufen.

Flugzeug

Tag 2

Tag 2

Wanderung auf der Halbinsel Sorrent

Nach dem Frühstück hat uns unser Bus nach Termini, einem kleinen, idyllisch gelegenen Ort am westlichen Ende der Halbinsel von Sorrent, gebracht. Von hier aus startete unsere erste Wanderung mit unserem Wanderführer Claudio, die uns zur Punta Campanella führte – einer spektakulären Landzunge, die sich wie ein Finger ins Meer streckt und den Golf von Neapel vom Golf von Salerno trennt.
Der Weg zur Spitze führte uns über den Via Minerva und immer wieder öffneten sich atemberaubende Ausblicke auf das tiefblaue Meer und die vorgelagerte Insel Capri, die majestätisch aus dem Wasser ragt. Besonders beeindruckend war der Blick auf die berühmten Faraglioni-Felsen, die wie steinerne Wächter vor der Küste Capris stehen.
Die Punta Campanella selbst ist ein Ort voller Geschichte und Legenden. Der Sage nach befand sich hier einst ein Tempel der Athena – und tatsächlich sind Spuren antiker Bauwerke zu finden. Heute steht dort ein alter Wachturm aus dem 14. Jahrhundert, der einst der Verteidigung gegen Piraten diente.
Nach einer kurzen Rast mit Meeresrauschen im Ohr wanderten wir weiter in Richtung Monte San Costanzo. Der Aufstieg wurde mit einem fantastischen Rundumblick belohnt: auf die Insel Capri, die Bucht von Ieranto und das in der Sonne glitzernde Meer mit vorüberziehenden Booten.
Anschließend machten wir uns auf den Rückweg nach Termini. Der Abstieg bot nochmals wunderschöne Blicke auf die zerklüftete Küste und ließ uns die Vielfalt der sorrentinischen Halbinsel eindrucksvoll erleben. Ein perfekter Einstieg in unsere Wanderreise!

Blick auf die Bucht von Ieranto, Halbinsel Sorrent

Tag 3

Tag 3

Wanderung auf dem "Pfad der Götter"

Heute stand ein absolutes Highlight unserer Wanderreise auf dem Programm: der Sentiero degli Dei, der legendäre „Pfad der Götter“. Nach einer kurvenreichen Fahrt hinauf ins Bergdorf Bomerano, einem Ortsteil von Agerola, begann unsere Tour auf einem der bekanntesten Wanderwege Süditaliens. Er entstand einst als Verbindungsweg zwischen den abgelegenen Dörfern und war ein wichtiger Transport- und Handelsweg. Zwischen den Berg- und Küstendörfern wurden Waren wie Käse, Zitronen und Fisch transportiert.
Der Weg verläuft in rund 600 Metern Höhe oberhalb der Steilküste und bietet atemberaubende Panoramablicke auf das tiefblaue Mittelmeer mit der Inselgruppe Li Galli, die malerischen Küstenorte und die zerklüfteten Felsformationen der Monti Lattari. In der Ferne konnten wir unser gestriges Wandergebiet auf der Halbinsel Sorrent sehen.
Immer wieder öffneten sich entlang des Pfades neue Ausblicke: auf den historischen Wachturm von Asciola, der einst zur Überwachung der Küste diente, und auf das Kloster San Domenico, das hoch über dem Meer an den Hang gebaut wurde. Besonders beeindruckend ist, wie sich der schmale Pfad durch alte Trockenmauern, terrassierte Felder und karge Felsen windet.
Wir erreichten das kleine Bergdorf Nocelle, das einst nur zu Fuß erreichbar war. Hier machten wir eine willkommene Pause – ein schattiges Plätzchen, ein Glas frischer Zitronensaft und ein Blick, der einen die Zeit vergessen lässt.
Wer noch Kraft und Lust hatte, konnte von Nocelle aus zu Fuß über die rund 1.400 Stufen hinab nach Positano steigen – ein Abstieg mit grandioser Aussicht, bei dem man dem quirligen Küstenort Schritt für Schritt näherkam. Alternativ konnte der Linienbus genommen werden, um sich bequem hinunter ans Meer bringen zu lassen.
Positano, einst ein verschlafenes Fischerdorf, hat sich in ein beliebtes Urlaubsziel verwandelt. Ein Ort mit Charme, verwinkelten Gassen, pastellfarbenen Häusern, kleinen Boutiquen und der charakteristischen Kuppelkirche Santa Maria Assunta.
Der Strand mit schwarzem Sand und Kies bot eine tolle Möglichkeit, nach der Wanderung mit den Füßen im erfrischend kühlen Meer zu stehen und auf die Küste und gegangenen Weg zurückzublicken.

Blick auf die Halbinsel Sorrent vom Pfad der Götter

Tag 4

Tag 4

Tag zur freien Verfügung

Der heutige Tag stand uns zur freien Verfügung und wir konnten den Tag nach unseren eignen Wünschen gestalten. Ob ein Bummel durch den Ort in dem unser Hotel lag, eine kleine Wanderung ab dem Hotel oder ein Ausflug in Eigenregie nach Salerno oder Neapel - die Teilnehmer haben sich in kleineren Gruppen einen schönen Tag gemacht.

kleine Leckereien an der Amalfiküste

Tag 5

Tag 5

Wanderung im Sambuco-Tal und auf dem Limoni-Pfad

Der nächste Wandertag führte uns ins ruhige Sambuco-Tal – ein verstecktes Juwel an der Amalfiküste, das sich fernab der bekannten Wanderpfade durch grüne Hügel und jahrhundertealte Kulturlandschaften schlängelt.
Der Pfad führte uns taleinwärts durch ruhige Wälder, die immer wieder Ausblicke auf die Küste und das tiefblaue Meer freigaben und uns die Hektik des Alltags vergessen liesen. Am Convento di San Nicola, dem Kloster des Heiligen Nikolaus auf dem Monte Forcella machten wir Pause und genossen dabei den herrlichen Ausblick von der Lichtung aus.
Nach einer Weile wechselten wir auf den berühmten Sentiero dei Limoni – den „Zitronenweg“ – einer der charmantesten Küstenpfade der Amalfiküste. Dieser historische Weg zwischen den Küstenorten Minori und Maiori diente früher den Bauern, um ihre Zitronenernte zu Fuß zu den Märkten zu bringen. Noch heute prägen leuchtend gelbe Zitronenbäume und silbrig-grüne Olivenhaine die Terrassenlandschaft an den Hängen. Immer wieder konnten wir in kleine Zitronengärten blicken, in denen die berühmte Amalfi-Zitrone „Sfusato Amalfitano“ angebaut wird – eine besonders aromatische Sorte, die auch für den bekannten Limoncello verwendet wird.
Während unseres sanften Abstieges nach Maiori mit Blick auf die pastellfarbenen Häuser des Ortes machten wir nochmals eine kurze Pause und kehrten in einem kleinen "Lemon-Point" ein. Dort genossen wir Frisches wie Zitronensaft oder kühles Zitronensorbet, bevor wir unsere Wanderung mit Blick auf das Meer vorbei an alten Mauern fortsetzten.
In Maiori angekommen, genossen wir den Blick auf den weiten Strand und die herrliche Küstenkulisse und einige auch dazu einen Espresso, um den Wandertag ausklingen zu lassen.

Sentiero dei Limoni - "Zitronenweg"

Tag 6

Tag 6

Wanderung auf dem Weg der Sirenuse

Die heutige Etappe führte uns auf den Sentiero delle Sirenuse, dem „Weg der Sirenen“. Der Wanderpfad verdankt seinen Namen den Li Galli-Inseln, die vor der Küste liegen und laut antiker griechischer Mythologie der Wohnort der sagenumwobenen Sirenen waren. Diese sollen mit ihrem betörenden Gesang die Seefahrer in den Tod gelockt haben – unter ihnen auch Odysseus, der sich der Legende nach an den Mast seines Schiffs binden ließ, um dem Zauber zu widerstehen.
Unsere Wanderung begann in Colli di Fontanelle, einem kleinen Ort oberhalb von Sant’Agnello. Von hier schlängelte sich der Weg durch lichte Pinienwälder, vorbei an uralten Trockenmauern, Olivenhainen und kleinen Terrassenfeldern, die noch heute in traditioneller Weise bewirtschaftet werden.
Besonders eindrucksvoll war der Abschnitt rund um das Kap Pizzitiello, das hoch über den Steilklippen der Punta Sant’Elia thront. Von hier bot sich ein weiter freier Blick auf die Li Galli-Inseln, die im azurblauen Meer lagen, bis über die zerklüftete Küste.
Auf dem weiteren Weg in Richtung Sant’Agata sui Due Golfi veränderte sich die Landschaft und das Gelände wurde sanfter. Sant’Agata, auf einem schmalen Höhenrücken gelegen, bietet eindrucksvolle Blicke sowohl auf den Golf von Neapel mit dem Vesuv als auch auf den Golf von Salerno.
Die heutige Wanderung war geprägt von Natur und Mythos gleichermaßen. Der Sentiero delle Sirenuse ist vielleicht weniger berühmt als andere Küstenpfade, aber nicht weniger eindrucksvoll und hat seinen ganz eigenen Zauber – voller Geschichte, Legenden und unvergleichlicher Aussichten.
In Sant'Agata hatten wir die Möglichkeit, bei einem Espresso oder einem Eis die Eindrücke des Tages Revue passieren zu lassen.

Blick auf die Inseln der Sirenen, Amalfiküste

Tag 7

Tag 7

Wanderung von Ravello und durch das Tal der Dragone

Nach dem Frühstück brachte uns der Bus zunächst in das hoch gelegene Künstlerdorf Ravello, eines der elegantesten und ruhigsten Juwelen der Amalfiküste mit romantischen Gassen.
Unser erster Halt galt der Villa Cimbrone, deren Wurzeln bis ins 11. Jahrhundert zurückreichen. Besonders berühmt ist der weitläufige Garten, der zu den schönsten Italiens zählt. Die Terrasse der Unendlichkeit („Terrazza dell’Infinito“) bot einen traumhaften Ausblick auf das azurblaue Meer und die dramatische Steilküste – ein Anblick, der seinem Namen alle Ehre macht. (Eintritt zahlbar vor Ort)
Von Ravello aus begann dann unsere Wanderung ins wilde Tal der Dragone, benannt nach dem kleinen Fluss Dragone, der sich tief durch das Gebirge schneidet. Der Abstieg führte uns durch das mittelalterlich anmutende Dorf Scala, das älteste der Amalfiküste, weiter über die charmante Ortschaft Minuta und das pittoreske Pontone. Immer wieder eröffneten sich atemberaubende Ausblicke auf das Fischerdorf Atrani, das sich wie ein weißes Mosaik an die Felsen schmiegt, sowie auf die rauen Gipfel der Monti Lattari, die das Rückgrat der sorrentinischen Halbinsel bilden.
Nach dieser schönen Wanderung erreichten wir schließlich Amalfi, den berühmten Küstenort mit seiner prachtvollen Kathedrale, dem Domplatz und dem geschäftigen Treiben in den engen Gassen. Hier endete unsere letzte Wanderung, aber noch nicht unser Tag.
Aufgrund des vorangegangenen Feiertages durfte unser Bus nicht nach Amalfi fahren und so kamen wir nach etwas Freizeit zum Entdecken der Altstadt, Genießen eines Zitronensorbets und Bummel entlang der Strand- und Hafenpromenade in den Genuss einer Bootsfahrt entlang der Küste nach Salerno. Sie bot eine entspannte Perspektive auf die dramatische Steilküste der Amalfiküste, vorbei an malerischen Dörfern, versteckten Buchten und dem offenen Tyrrhenischen Meer. Während der Fahrt genossen wir das sanfte Schaukeln der Wellen und einen herrlichen Blick auf die bunt leuchtenden Häuser von Maiori und Vietri sul Mare.

Tag 8

Tag 8

Heimreise

Heute hieß es Abschied nehmen von der herrlichen Amalfiküste. Mit vielen tollen Erinnerungen im Gepäck sind wir von Neapel nach Hause geflogen.

Vesuv von oben

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Sie möchten die herrliche Amalfiküste entdecken? Hier alle Details zu unserer Wanderreise:

Zur Autorin
Sylvia Schmidt
Sylvia Schmidt

Seit 2010 gehört Sylvia zum Team von Leitner Reisen. Ihre Leidenschaft für die Welt der Reisen begleitet sie jedoch schon viel länger: Bereits 1998 fand sie mit ihrer Ausbildung zur Reiseverkehrskauffrau den Weg in die Touristik und sammelte seitdem vielseitige Erfahrungen in der Branche. Bei Leitner Reisen begann sie in der Produktabteilung, wo sie die Reisen, Ziele und Abläufe aus erster Hand kennenlernte. Dieses Wissen nutzt sie heute im Marketing, um die Angebote mit viel Gespür für Trends und Details zum Leben zu erwecken - im Katalog genauso wie auf der Website. Reisen sind für sie mehr als nur ein Beruf: Sie liebt es, neue Orte zu entdecken und andere mit ihrer Begeisterung anzustecken. Besonders fasziniert haben sie Madeira, die Seychellen und Südtirol – Regionen, die sie mit ihrer landschaftlichen Schönheit und kulturellen Vielfalt immer wieder inspirieren.